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Dienstag, 14. Juli 2020

Verbote, aber ...

Bis mindestens Ende Juli sind alle Kirchweihfeste (πανηγύρι) untersagt. 

In Anbetracht wieder steigender Fallzahlen von Corona-Infektionen werden weitere Maßnahmen diskutiert.

Dagegen dürfen demnächst Touristen aus Ländern mit den höchsten Infektionszahlen einreisen. Schweden, Engländer und Amerikaner. Das verstehe wer will.

Langsam aber sicher wird alles etwas absurd. Wie ich schon schrieb, kümmert sich fast keiner mehr um die einfachsten Regeln, aber in einem Autohaus, wo wir bei 35°C eine Stunde warteten bis die Inspektion von einem unserer Autos durchgeführt war, durften wir kein Trinkwasser aus dem Spender entnehmen. Dies sei derzeit verboten, sagte man uns.

Montag, 13. Juli 2020

Monokultur

Image by Peggy und Marco Lachmann-Anke from Pixabay
Da hält jemand den Spiegel vor. In einem Artikel der Rodiaki sagt der Autor, was mir schon lange im Kopf herum geht.

Auf den Punkt gebracht hat hier jahrzehntelang wirklich fast jeder nach dem schnellen Geld im Tourismus gegriffen. Ich erinnere mich noch an die 80ziger und 90ziger Jahre. Da haben viele in der Gastronomie Geld gescheffelt bis zum Erbrechen. Und es ebenso wieder auf den Kopf gehauen.
Nachhaltige Lebensplanung, die einem 12 Monate im Jahr ein Auskommen sichert, Fehlanzeige. Warum sich täglich auf dem Acker, in der Fabrik, auf dem Bau abschuften, oder auch täglich ins Büro gehen, wenn man mit 6 Monaten Arbeit und 6 Monaten Arbeitslosengeld gut über die Runden kommt. Ja sich Haus, Autos und alle Annehmlichkeiten leisten kann.

Wie schnell so eine Monokultur der Beschäftigung ins Wanken gerät, kann man jetzt sehen. Und es muss nicht mal eine Pandemie sein, ein Vulkanausbruch, der den Luftverkehr zum erliegen bringt, reicht auch schon. Und es gibt noch viele weitere Störfaktoren, die das fragile Gerüst der Tourismusindustrie zum Einsturz bringen können.

Hätte der Staat hier gegensteuern müssen? Sicher. Aber es war kein Dekret, dass jeder dem schnellen Geld hinterher läuft. Es war die Entscheidung jedes Enzelnen. Jetzt nur nach dem Staat (den man sonst so gut wie möglich boykottiert) zu rufen bringt es nicht. Denn jeder ist letztendlich seines eigenen Glückes Schmied.

Dennoch haben die meisten den Knall der Pandemie, der noch auf unabsehbare Zeit nachhallen wird, nicht wahrgenommen. Ich habe noch keinen gehört, der bzgl. seines Jobs etwas ändern will. Irgendwie werden wir die Durststrecke mit dem Geld von Oma, Opa oder vielleicht dem Staat schon überbrücken. Während der Finanzkrise hat es ja auch geklappt.

Na dann viel Spaß bis zum nächsten Knall.

Freitag, 26. Juni 2020

Der gordische Knoten

Wenn ich mich mit Bekannten (Tavernenbetreiber, Tourismusangestellten ...) unterhalte, herrscht überall der gleiche Tenor.
"Wir brauchen Touristen, wir brauchen Arbeit, wir brauchen Geld zum Überleben." Danach kommt sofort das große "aber". "Wenn die Touristen kommen, werden sie Corona mitbringen, schauen wir mal in 50 Tagen, wie es dann aussieht. Dann werden wir mehr als nur die bis dato 4 Fälle auf Rhodos haben." Vor Letzterem haben alle Angst. Ich habe den Eindruck, mehr Angst als vor wirtschaftlichen Problemen. Wie soll man diesen gordischen Knoten lösen?

Wenn ich mir dann anschaue, wie es mittlerweile mit den Abstandsregeln und der Maskenempfehlung gehandhabt wird, kann einem nur Angst und Bange werden. Zwar halten sich die Angestellten in Geschäften meist an die Vorschriften, aber die Kunden denken überhaupt nicht mehr an Corona. Da rückt man sich gegenseitig auf 20 cm auf den Pelz. In der Öffentlichkeit herrscht "Business as usual."
In den Tavernen, in denen wir bisher waren, wird sich allerdings peinlich genau an die Regeln gehalten. Alle haben die Tische auf Abstand gestellt und somit meist 50 % ihrer Plätze verloren. Alle, die bedienen, tragen Masken. Nur was nützt es, wenn die Gäste nicht mitspielen. Letzten Sonntag gab es in einer Taverne eine längere Diskussion zwischen 12 griechischen Gästen und dem Wirt, weil sich alle an einen Tisch setzen wollten. Es sind nun mal nur 6 Personen am Tisch erlaubt, außer sie kommen aus dem gleichen Haushalt, was bei 11 Männern und einer Frau wohl eher nicht anzunehmen war. Der Wirt setzte sich durch und die Gäste nahmen an 2 Tischen Platz.

Mal sehen. So direkt überrollt von Touristen wird Rhodos wohl nicht so schnell werden. In der ersten Juliwoche sollen gerade mal 1.000 Personen ankommen.

Mittwoch, 10. Juni 2020

Was kommt da?

Es sieht nicht gut aus. Wirtschaftlich liegt die Insel zwar noch nicht ganz am Boden, denn Reserven sind sowohl im privaten Sektor als bei Unternehmen noch vorhanden, wie sich dieses Jahr weiterentwickelt steht allerdings in den Sternen.
Das Positive, coronamäßig leben wir (noch) auf der "Insel der Glücksseligen". 4 Fälle im April, die längst genesen sind. Und das bei ca. 120.000 Einwohnern.

Ab 1. Juli wird nach dem Lockdown wieder für den Tourismus geöffnet. Es heißt, alle freuen sich. Wirklich alle?

Charter aus aller Herrenländer werden kommen. Wer da denkt, es werden keine neuen Corona-Fälle eingeschleppt, kann nur naiv sein. Und es werden nicht nur Touristen betroffen sein, die man dann bemüht sein wird zu isolieren, nein die Touristen werden auch die Einheimischen anstecken. In erster Linie diejenigen die unmittelbar mit Touristen in Kontakt kommen. Vom Hotelpersonal bis zum Autoverleiher, vom Tavernenwirt bis zum Taxifahrer ... Nicht zu vergessen die ganzen Idioten, ob Einheimische oder Touristen, die zusammen wieder Party machen müssen, als wäre Corona schon Geschichte.
Sie alle werden ihre Familien und Freunde anstecken und wir haben fröhlich das, was mit dem Lockdown vermieden worden ist.

Somit freut sich sicher nicht jeder über jeden Touristen, der auf die Insel kommt. Denn, man möchte es nicht glauben, nicht alle verdienen ihr Geld hier unmittelbar oder mittelbar im Tourismus. Weiter gibt es Rentner und Minderjährige und noch viele andere Menschen, die sich der Gefahr einer Ansteckung, obgleich den wirtschaftlichen Interessen, beugen müssen.

Ich weiß, es ist eine Gratwanderung zwischen Wahrung der Volksgesundheit oder Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten, Pleiten im Hotel- und Geschäftswesen und einem erneuten Niedergang der Wirtschaft. Eine Patentlösung wie man es gestalten könnte um beiden Belangen Rechnung zu tragen, kann ich leider auch nicht nennen.

Für uns privat kann ich nur sagen, wir freuen uns nicht über Massen von Touristen und werden ab Juli bis Ende der Saison unseren eigenen Lockdown fahren. D. h. die nächsten 3 Wochen werden wir noch unsere Stammtavernen besuchen, danach ist Kontakt nach außen wieder nur mehr auf Einkäufe fürs leibliche Wohl oder andere wichtige Dinge beschränkt.
Ausflüge werden mit Picknickkoffer und der Kühltasche in einsame Gegenden erfolgen.
Freunde, die u. U. kommen und nur die üblichen 2 Wochen hier bleiben, haben wir schon vorgewarnt, dass wir uns sehr wahrscheinlich nicht sehen, denn 2 Wochen sind die maximale Inkubationszeit von Corona. Teilresidente, die erst jetzt wegen den Quarantäneregeln und in Ermangelung an Flügen, kommen, werden wir erst treffen, wenn sie 2 Wochen gesund auf der Insel sind.

Kein einfaches Jahr. 2021 sehe ich im Moment nicht anders.

Montag, 18. Mai 2020

Der Alltag mit den "Schutzmaßnahmen" und die Realität

Wahrscheinlich ist es in Deutschland nicht anders als hier. Die Schutzmaßnahmen sind gelockert und es herrscht "Business as usual".

Heute beim deutschen Discounter. Desinfektionsmittel am Eingang, Fehlanzeige oder gut versteckt. Desinfiziert wird nichts. Keine Griffe der Einkaufswagen, nichts. Masken trägt so gut wie keiner. Nicht mal das Personal. Als wir das sahen, haben wir uns bei 38°C im Schatten auch keinen Lappen vors Gesicht gehängt. Da, wie hinlänglich bekannt ist, Masken nur vor dem Verbreiten von Tröpfchen und Aerosolen infizierter Personen schützen und nicht den Träger einer Maske, wenn alle anderen keine tragen.
Damit keine Beschwerden kommen, wir kommen innerhalb einer Inkubationszeit nicht mit anderen Personen in Kontakt, können also davon ausgehen, dass wir keinen anstecken.

Zurück zum Discounter. Immerhin sind bei den Kassen Plexiglaswände zwischen Kunde und Kassiererin. Wie hingegen die Anzahl der Kunden beschränkt wird, war nicht ersichtlich. Da geben sich die einheimischen Supermarktketten schon mehr Mühe die Vorgaben einzuhalten.

2 Meter Abstand unter den Kunden zu halten ist - m. E. ganz gleich wo und in welchem Supermarkt, Baumarkt, Kaufhaus udgl. - nicht möglich. Außer jeder würde sich mit seinem Umfeld im Radius von 10 Metern einigen, wer welchen Gang in welcher Richtung zuerst begeht oder wer von 2 plus x Interessenten zuerst ins Regal, die Kühltruhe ... fassen darf, um dann natürlich eine geordnete Schlange zu bilden. Wieder mit 2 Meter Abstand. Slapstick pur und der Einkauf würde Stunden dauern.

Wir machten heute noch den Fehler beim Discounter auf der Küstenstraße einzukaufen, der bekanntlich unweit von diesem elenden Zigeunerlager liegt. Bei Ankunft stritt sich schon ein Sicherheitsmann auf dem Parkplatz mit einer Zigeunerin. "Sie soll auf die Straße verschwinden und nicht hier zum Betteln herumlungern." Als wir unseren Einkauf im Auto verstauten, das Übliche. Eine Horde von Kindern bis Halbwüchsige belagern einen, um den Einkaufswagen wegen dem Euro zu ergattern. 2 Meter Abstand, dass ich nicht lache. Zu allem Übel haut mich dann, schon im Auto sitzend, aus 50 cm Entfernung noch so ein pubertierender Rotzlöffel wegen einer Zigarette an. Wenigstens sah ich beim Rausfahren, dass 2 Polizisten auf Motorrädern mit dem Gesindel verhandelten.

Sonst? Ganz gleich wo sich Menschen unterhalten, Abstandregeln hält so gut wie keiner ein. Auf der Insel irgendwie verständlich. Bis dato hatten wir 4 Corona-Fälle, die längst wieder genesen sind.

Abstandsregeln sind ja recht und schön, nur gibt es genügend Berufszweige, wo sie einfach nicht eingehalten werden können. Z. B. viele Handwerksberufe, Bauarbeiter usw. wo einer auf die helfende Hand des anderen angewiesen ist. Diese Berufsgruppen werden ob in D oder GR von der Politik schlichtweg vergessen. Ich lese und höre nur immer von Bürojobs (auf der Insel rar gesät) und wie die armen Leute dann Homeoffice, Kinder, den Ehepartner im Haus auf die Reihe bekommen sollen. Eine Jammerei auf derart hohem Niveau, dass ...
Während ich das schreibe, kann ich bei knapp 40°C eine Baustelle sehen, bei der Arbeiter Eisen flechten und Betonschalungen montieren.


Bisher habe ich mich bzgl. der Corona-Krise fast ausschließlich auf Tatsachen beschränkt, heute halt mal etwas meine Meinung.

Wenn denn tatsächlich der Tourismus in Griechenland wieder starten sollte, gibt es sicher wieder einen Kommentar von mir. Was derzeit bzgl. Anreise (Flüge, Fähren), Aufenthalt in Hotels, Strandbesuche, Tavernen-, Barbesuche ... geplant ist, gleicht eher einer Strafe denn Erholung und Spaß.

Freitag, 15. Mai 2020

Organisierte Badestrände öffnen

Ab Samstag, den 16. Mai 8 Uhr morgens dürfen organisierte Badestrände öffnen. 

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt werden:

  • Bei den kontrollierten, organisierten Stränden ist es obligatorisch, die Anzahl der Gäste  aufzuzeichnen.
  • Die maximale Anzahl der Badegäste beträgt 40 Personen pro 1.000 m².
  • Der Mindestabstand zwischen den Achsen der Sonnenschirme beträgt 4 Meter, während der Mindestabstand von einem Meter zwischen dem Umfang des Schattens zweier Sonnenschirme festgelegt ist.
  • Ein Sonnenschirm kann bis zu 2 Sonnenliegen haben, mit Ausnahme von Familien mit minderjährigen Kindern.
  • Der Mindestabstand zwischen zwei Sonnenliegen zu verschiedenen Sonnenschirmen beträgt 1,5 Meter.
  • Kantinen, Kaffeebars arbeiten ausschließlich mit Produktlieferung in einer Verpackung (zum Mitnehmen).
  • Ihre Produkte werden nur verpackt verkauft und ihre Herstellung vor Ort ist verboten.
  • Der Verkauf und Konsum von alkoholischen Getränken ist verboten.
  • Die Bedienung am Strand ist verboten.
  • Es ist nicht gestattet, Tische und Stühle im Ladenbereich aufzustellen.
  • Der Mindestabstand zwischen Kunden, die darauf warten bedient zu werden, beträgt 1,5 Meter.
  • Es gibt eine starke Empfehlung für die Verwendung einer Maske durch Mitarbeiter.
  • Das Personal der organisierten Strände ist verpflichtet, die Sonnenliegen - Stühle nach jedem Kunden zu desinfizieren. Es ist auch verpflichtet, die sanitären Einrichtungen regelmäßig zu desinfizieren, indem ein entsprechendes Programm veröffentlicht wird, das im Falle einer Kontrolle angezeigt wird.
  • Unter der Verantwortung des Badegastes muss ein Handtuch auf die Sonnenliege gelegt werden.
  • Gruppensportarten mit körperlichem Kontakt sind verboten.
 Quelle: in.gr

Da drängt sich schon die Frage auf, ob das für die Betreiber überhaupt rentabel ist. Geschweige denn, ob ein Strandtag unter diesen Voraussetzungen noch Spaß macht.




Update 17. Mai 2020

Lese gerade, dass der Erlass nicht für Rhodos gilt, da es hier keine organisierten Strände gibt. Mit organisierten Stränden seien solche mit Ein-und Ausgang gemeint, wo die Anzahl der Badegäste erfasst werden kann. So etwas gibt es auf der Insel nicht.

Zitat aus der "Dimokratiki":

"Es ist uns dann einfach aufgefallen. An einem zentralen Strand auf Rhodos können die Menschen von Zeit zu Zeit wachsen. Von 40 bis 200 und so weiter. Die Entfernungen für die Sonnenschirme - Sonnenliegen werden kein Problem sein. Wir warten auf Anweisungen zur Desinfektion. Was uns Sorgen macht, ist die Anzahl, die an jedem Strand erlaubt ist. Wie wird dies in der Praxis umgesetzt? Dies gilt nur an geschlossenen, organisierten Stränden - wo es einen Eingang mit einem Ticket gibt und Sie die Menschen kontrollieren können ", sagt Herr Pampalis.
Darüber hinaus ist von Preiserhöhungen bei Sonnenliegen keine Rede, da die Daten in diesem Jahr nichts mit dem Vorjahr zu tun haben.
"Die Hafenbehörde teilte uns mit, dass die Entscheidung nicht für Rhodos gilt, da es auf der Insel keine organisierten Strände gibt. Die Menschen können schwimmen, aber es wird keine Einrichtungen und Dienstleistungen geben, es wird keine Sonnenschirme - Sonnenliegen
geben , keine Toiletten."





Langsam verliert man im Wirrwarr der sich dauernd ändernden Maßnahmen und Vorschriften den Überblick. Mal ist es eine Ankündigung zur Maßnahme, dann eine beschlossene Maßnahme, dann gilt sie doch nicht, dann merkt man, dass es so nicht funktioniert und letztendlich macht mittlerweile sowieso wieder jeder was er will.

Samstag, 11. April 2020

Verblödet Deutschland?

Da lese ich in einer deutschen Regionalzeitung die Überschrift:

Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Sonnenbrandgefahr.

Zu Ostern scheint die Sonne und erhöhte UV-Strahlung wird erwartet. Mitte April. Haben die keine anderen Sorgen? Braucht die Bevölkerung schon bei einem Frühlingssonnenstrahl einen Babysitter?

Ich frage mich, wie ich - langsam auf die 70 zugehend - all diese und viele andere Gefahren überleben konnte? Corona mag mir vielleicht den Garaus machen. Aber Kohleherde, Steckdosen ohne Kindersicherung, klettern auf hohe Bäume u.v.m habe ich, wie man sehen kann, überlebt.



Übrigens heute für mich der erste wirklich schöne Frühlingstag auf Rhodos. Leider kann man halt nicht raus.

Donnerstag, 2. April 2020

Noch ein Fall auf Rhodos

Irgendwie dubios, wie der erste Fall.

Der erste Fall war das Baby. Ob die Eltern und Angehörigen infiziert sind, darüber gibt es keine Meldung.

Jetzt gibt es einen zweiten Fall. Zuerst wurde ein Soldat als positiv gemeldet und wurde ins Kranhaus in Quarantäne gebracht. Das Pasteur-Institut auf dem Festland meldete dann, sie hätten Proben durcheinander gebracht, der Soldat ist nicht positiv, aber eine Probe aus Rhodos ist positiv, aber wer von 14 Proben?

Heute ist zu lesen, es ist eine Engländerin, die vor ein paar Tagen nach Rhodos kam. Sie soll hier verheiratet sein. Ihr und ihren Angehörigen gehe es aber gut.




Eigentlich wollte ich nur Fakten und keine persönlichen Meinungen berichten, aber das ist alles schon sehr merkwürdig. Wie kam z. B. die Engländerin nach Rhodos und wieso ist sie nicht nach Ankunft in Quarantäne?
Wieso gibt es keinen Bericht, ob Eltern und Angehörige des Babys getestet wurden und mit welchem Ergebnis?

Meinen Beitrag "Corona und die Vernunft" muss ich teilweise revidieren. Ohne ins Detail gehen zu wollen, haben es hier sehr viele nicht verstanden, um was es geht. Wahrscheinlich meinen sie die Vorsichtsmaßnahmen in Supermärkten und Geschäften sind dazu da, um das Geschäft sauber zu halten. Privat herrscht "Business as usual".

Wir mussten schon unsere Tore zu unserer Privatstraße abschließen, damit uns unsere Nachbarn und deren Kinder nicht permanent ungefragt aufs Gehöft latschen.



Freitag, 20. März 2020

Corona und die Vernunft

In Bayern, und sicherlich in den anderen Bundesländern bald ebenso, werden striktere Maßnahmen verkündigt. "Corona-Parties" oder entsprechende Versammlungen werden verboten und strafrechtlich geahndet. Restaurants, Biergärten, Kaffees udgl. werden geschlossen, weil sich dort die Menschen bei schönem Wetter und der zusätzlichen Freizeit, dicht an dicht drängen. Baumärkte, Gartencenter müssen geschlossen werden, weil das der Treffpunkt für die gelangweilten Bürger ist. Junge Leute husten ältere Mitbürger an und rufen "Corona, Corona". Was sind das alles für Idioten?

Seltsamerweise verhält es sich hier auf Rhodos etwas anders. Wobei ich nur von dem derzeit (freiwillig) eingeschränktem Aktionsradius berichten kann.
In unserem großen - immer gut frequentierten Supermarkt - läuft alles normal ab. Trotz Nummer ziehen (damit nicht zu viele Leute auf einmal im Supermarkt sind), Hände desinfizieren, sogar die Schuhe werden desinfiziert, man muss durch ein Bad laufen. Das Personal trägt Mundschutz. Die Kunden halten an der Kasse freiwillig 2 Meter Abstand zum nächsten Kunden.
Beim Metzger warten die Kunden - ebenfalls ohne Ansage oder Schild - vor dem Laden bis der nächste dran kommt. An der Kasse stehen 4 verschiedene Desinfektionsmittel.
Der Verkehr hat stark abgenommen. Selbst bei uns am Haus akustisch zu vernehmen. Menschenansammlung gibt es nicht mehr. Die Stadt ist leer. Alles ohne Ausgangssperre!

Abends in Rhodos Stadt

Eigentlich hätte ich das Ganze andersherum erwartet. Aber scheinbar ... Gut da schreibe ich jetzt besser nicht weiter über die (manche) Deutschen.

Sonntag, 29. Juli 2018

Ich muss völlig doof sein

sonne gifÜber das, was in Deutschland und nicht nur dort, derzeit am meisten gejammert wird, ist die Hitzewelle. Erdreistet sich ein Sommer doch mal ein solcher zu sein. Sowas aber auch. Gut in manchen Gebieten ist es zu trocken, haben wir aber alles schon mal geübt.

Während Deutschland im Hitzekoma dahintorkelt, denke ich mir, ich muss doch völlig verblödet sein, freiwillig dorthin gezogen zu sein, wo die Temperaturen der deutschen Hitzewelle ein müder Abklatsch dessen sind, was hier monatelang der Normalzustand ist.

Aber zu Deutschland. Zwar denke ich, dass das Gros der Bevölkerung in Deutschland einen trockenen, warmen Sommer einem verregneten, kalten vorzieht, was hingegen die Journaille wieder flächendeckend für Horrorszenarien an die Wand malt, geht mal wieder nicht mehr unter die sprichwörtliche Kuhhaut.
Die einzige Katastrophe, die ich sehe, in Bayern geht den Brauereien das Leergut aus. Wahrscheinlich negiert sich das nächstes Jahr wieder, und es heißt “Absatzeinbruch bei den Brauereien. Schuld daran das von Ostern bis Weihnachten verregnete Jahr”.

Ergo. Liebe Leute in Deutschland lasst euch den Sommer nicht vermiesen. Genießt die Zeit, die ihr ausnahmsweise mal draußen verbringen könnt. Möglichkeiten der inneren und äußeren Abkühlung gibt es genug.
Und lasst euch nicht von den Klimaphobikern das Eis, Freibad und das Bier im Biergarten madig machen.

Es grüßt der, dessen Sommer in Kindheit und Jugend noch Sommer wie diese waren, sich jeder darüber freute und keiner von einer Katastrophe sprach.

Ach ja … blauer Himmel, moderate 34°C. Auf Rhodos.

Samstag, 24. März 2018

Drastischer Anstieg der Fluggäste

Lt. Planung der Fluggesellschaften für 2018 wird sich das Fluggastaufkommen nach Rhodos um 27 %, was ca. 730.000 Plätzen entspricht, gegenüber 2017 erhöhen. Das ergäbe, dass 2018 3.433.000 Urlauber Rhodos besuchen würden.

Alle, die am Tourismus verdienen, wird es freuen. Falls sich dieser horrende Anstieg aber nicht über die gesamte Saison verteilt, sondern der Peak in den Hochsommermonaten ist, bleibt es abzuwarten, ob das von der Infrastruktur her gut geht.

Sonntag, 25. Februar 2018

Abfallrecycling

Am 23.02.2018 wurde das Recyclingzentrum in der Nähe der Mülldeponie von Rhodos-Stadt zur Sammlung von Wertstoffen eingeweiht. Das Werk kann ca. 48 t vorsortierten Müll pro Tag verarbeiten. Hierzu werden weitere 1.500 blaue Mülltonnen für Plastikabfall und Dosen und 180 Glascontainer auf der Insel verteilt aufgestellt.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Bevölkerung intelligent mit macht. Wie der Presse zu entnehmen ist, klappt das Ganze noch nicht so richtig. Ist eine Restmülltonne voll, wird dieser Müll in den anderen Tonnen entsorgt. Gleich ob blau oder für Glas.

Quelle: Rodiaki

Sonntag, 14. Januar 2018

Tsambika Beach im Winter

Nach einem regnerischen Samstag, den Sonntag ausgenutzt.

Ziel war “Kozas” in Stegna.

Warum vorher nicht mal in die Tsambika Beach runter schauen.

So kennen sie wahrscheinlich die wenigsten Leser des Blogs. Keine Liegen und Schirme, menschenleer.

Eigentlich sehr schön dort, aber …






Die Kantinen – oder nennen wir sie besser Bretterbuden – verlassen.




“Shabby look” wartet auf die Wiederaufarbeitung.


Überall sieht es aus, als hätte man nach der Saison fluchtartig das Etablissement verlassen müssen.


Dreck um die Buden soweit das Auge reicht. Scheinbar wartet man darauf, dass Wind und Wetter den vor allen Dingen Plastikmüll schon irgendwann ins Meer befördert. Von dem Problem mit Plastikmüll in allen Weltmeeren hat das Individuum hier scheinbar noch nichts gehört. Hauptsache in der Saison sprudelt das Geld. Nach mir die Sintflut. Ein paar Plastiktüten vermeiden ist da nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Manchmal wünsche ich mir, dass der Tourist mehr hinter die Kulissen schaut und dann dem Eiland den Rücken kehrt. Man suhlt sich in immer neuen Besucherrekorden, warum also umdenken? Klappt doch gut seit Jahrzehnten im Dreck zu leben. Ich frage mich, wie man das optisch selbst ertragen kann. Ganz zu schweigen, dass man sich den eigenen Lebensraum vergiftet. Obgleich dieser Ignoranz der Umwelt gegenüber würde ein Dämpfer mal nicht schaden. Allerdings mit Benennung der Ursache.
Beteiligt an dem Saustall sind nämlich fast alle. Die Lippenbekenntnisse “ich mache das nicht, das sind ein paar schwarze Schafe” nehme ich aufgrund der Menge des überall herumliegenden Drecks keinem mehr ab.



Man gebe mir einen Caterpillar.


Traurige Zeugen eines Sommers.

Freitag, 21. Juli 2017

Journalismus?

Im Beitrag eines Nachrichtensenders wird zum Erdbeben auf Kos eine Touristin auf Rhodos befragt, wie sie denn das Beben erlebt hätte.
Vorab frage ich mich, wieso befragt man Touristen auf Rhodos und nicht staatliche Stellen. Wie kommt der Sender gerade an diese Frau oder diese Frau an den Sender? 

Lt. Aussagen der Frau sind Sachen vom Tisch gefallen, eine Lampe wäre umgefallen, Menschen sind aus dem Hotel gerannt und haben panisch aufs Meer geschaut. Ängstliche Stimmung beim Frühstück. Sie hätte Todesangst gehabt. Der Putz wäre im Hotel abgebröckelt, Statiker wären unterwegs gewesen.

Auf Rhodos!?

Sie - die Touristin – weiß, wer von den Leuten, die im Hotel herumlaufen, Statiker sind? Nur mal so neben her.

Welche Spielchen werden da von den Journalisten gespielt und/oder was erzählt diese Frau für einen Mist?

Ich habe dieses Beben auf Rhodos von Anfang bis Ende erlebt, weil ich zufällig wach war. Es war ein sanftes Wanken von 3 – 5 Sekunden. Es haben weder Türen geklappert, noch ist etwas umgefallen und wir haben einiges an fragil stehender Deko herumstehen. Bevor Gläser sich überlegt hätten zu klappern, war der Spuk schon wieder vorbei. Freunde sind nicht mal aufgewacht.

Unser Haus hat schon Erdbeben von 6,4 direkt auf Rhodos und viele kleinere hinter sich und hat noch nicht mal einen kleinen Riss.

Warum wird also so etwas kolportiert?

Montag, 23. Januar 2017

Flughafen

Die Übergabe der Regionalflughäfen an Fraport wird nicht wie anfangs geplant am 31.01.2017 erfolgen, sondern erst erst am 15.03.2017.

Somit werden die dringendsten Renovierungsarbeiten auf dem Flughafen Rhodos - wenn überhaupt - wohl erst während der Tourismussaison erfolgen.

Beim letzten Aufenthalt am Flughafen (Ende Dezember und Anfang Januar) bot das alte Flughafengebäude - das neue ist im Winter außer Betrieb - schon einen erbärmlichen Eindruck. Eingangstüren waren gesperrt, da außer Funktion, von den Toiletten braucht man nicht mehr zu reden, die sind wegen Defekten nur mehr sehr eingeschränkt nutzbar. Wie manchen Zeitungsartikeln zu entnehmen ist, ist das technische Equipment zur Flugsicherung ebenfalls nicht auf einem Stand, der heutzutage zeitgemäß ist.

Es ist wahrscheinlich nicht nur eine Vermutung von mir, dass, seit man weiß der Deal mit Fraport ist perfekt, man nicht mal mehr das Nötigste am Laufen hält. Soll dann mal der neue Betreiber machen.

Freitag, 9. Dezember 2016

Streik dauert an

Der Streik der Seeleute wird bis Sonntag (11.12.) 6 Uhr verlängert.

Langsam hat selbst der griechische Normalbürger kein Verständnis mehr für solche Maßnahmen und ist zunehmend verärgert.

Die Regale mit frischen Produkten lichten sich in den Supermärkten zusehend. Mein Nachbar (LKW-Fahrer) ist von seiner Firma in Zwangsurlaub geschickt worden, weil es nichts mehr zum Ausliefern gibt. Und wir warten mittlerweile auf 2 größere Sachen fürs Haus, die nicht geliefert werden können.

Und weil ein Streik so schön für alle ist, hatten gestern auch noch diverse Gewerkschaften zu einem Generalstreik aufgerufen. Welche Berufsgruppen haben gestreikt? Wieder die, von deren Arbeitsaussetzung die Bevölkerung am Meisten betroffen ist. Busfahrer in Athen, U-Bahnfahrer, Krankenhausärzte, Bankangestellte, Angestellte der Kommunen, die Bahn wurde bestreikt usw.
Dass solche politisch motivierten Streiks ohne konkrete Forderungen für den eigenen Arbeitsbereich sich am Rande der Legalität bewegen, sei einmal dahingestellt.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Streik der Seeleute

poller_01Seit Freitag den 2. Dez. streiken die Seeleute.

Sie fürchten um ihre Pfründe. Wurde ihr Einkommen vor der Krise mit 1 - 3 % (in Worten, ein bis 3 Prozent) besteuert, so stieg der Steuersatz im Laufe der Krise auf sagenhafte 15 %. Jetzt suggeriert ihnen ihre Gewerkschaft, die Regierung hätte vor, den Steuersatz auf 55 % zu erhöhen, was die Politiker allerdings dementieren.

Nichtsdestotrotz wird mal munter der Streik bis zum 9. Dez. verlängert. Mit der Option ihn dann weiter zu verlängern.

Dass zigtausende Menschen irgendwo festsitzen, egal. Dass auf kleineren Inseln die Versorgung eng werden könnte, auch egal.

Selbstverständlich will ich keinem das Streikrecht absprechen, wenn es aber an die Infrastruktur geht sind zusammenhängende, lang anhaltende Streiks doch etwas kritisch zu sehen. Siehe auch Piloten- oder Lokführerstreiks in Deutschland. Hier ist mehr der Bürger der Leidtragende nicht die Firma, die Organisation oder die Regierung.

Z. B hat man es hier schon geschafft den Leuten stundenweise den Strom abzustellen. Grund: Die Angestellten des Stromversorgers streikten. Oder es kam der Verkehr großteils zum erliegen, weil die LKW-Fahrer streikten und somit auch die Tankstellen nicht mehr beliefert wurden. Wem nützt so etwas? Außer die Bevölkerung zu verärgern.
Und hier geht es oft nicht darum, höhere Löhne oder bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen, sondern darum die Pfründe geschlossener Berufsgruppen zu erhalten oder gegen Privatisierungen zu protestieren, die in anderen Ländern längst selbstverständlich sind.

Auswirkungen auf Rhodos?
Der Weihnachtsmarkt konnte noch nicht eröffnet werden, weil man u. a. auf die Eislaufbahn wartet.
Lidl auf der Rodou-Lindou wollte nach wochenlangem Umbau am 7. Dez. neu eröffnen. Jetzt vorerst mal eine Woche verschoben.
Persönlich warten wir auf eine Lieferung vom Festland, die diese Woche hätte kommen sollen. Die Firma schrieb gerade eine Email, dass sich das wegen des Streiks bis voraussichtlich nächste Woche verschieben wird.
Muss heute zum Einkaufen. Werde mal schauen inwieweit sich die Regale schon geleert haben.

Dies sind nur ein paar kleine Beispiele und sicher alles (noch) kein Beinbruch. Ärgerlich allemal.

Samstag, 15. Oktober 2016

Lebenshaltungskosten

euro

Von einigen Residenten höre ich in persönlichen Gesprächen und in Beiträgen im Internet, wie teuer doch alles in Griechenland wäre. Wenn man das auf die einheimische Bevölkerung und deren Einkommensverhältnisse projiziert oder als Ausländer sein Geld hier verdienen muss, mag das in Teilen richtig sein. Lebt man hier aber von deutschem Einkommen, der deutschen Rente oder anderweitigem Vermögen, muss ich diese Behauptung zurückweisen.

Und da ich heute in den Weiten des Netzes wieder mal auf Gejammere von Residenten gestoßen bin und mich dann an Gespräche dbzgl. erinnerte, möchte ich mal ein paar Vergleiche anstellen.

 

Stromkosten:

Wie oft habe ich gehört, der Strom ist hier so teuer?

Tatsache ist, kostet die Kilowattstunde in Deutschland regional- und anbieterabhängig um die 0,25 EUR, so liegt der Preis hier (bei Tag- Nachtstromtarif Γ1Ν) am Tag bei 0,0946 EUR und in der Nacht bei 0,0661 EUR. Plus 13 % Mwst. Der Nachstromtarif gilt übrigens auch zu bestimmten Zeiten am Nachmittag.
Somit kostet hier die kW/h in der Nacht so viel, was in Deutschland alleine die EEG-Umlage ausmacht.

Lebensmittel:

Ich will nicht die großen deutschen Discouter mit dem Tante-Emma-Laden vergleichen, sondern hier wie da lokale Supermärkte, Bäcker, Metzger, Obst-Gemüsegeschäfte ... betrachten. Wobei ich sagen muss, dass der deutsche Discounter hier in manchen Dingen teurer ist als einheimische Supermärkte.

Bei Obst und Gemüse, nach Saison gekauft - so wie es sein sollte - sehe ich hier die Preise bei der Hälfte zu Deutschland. Manches sogar noch wesentlich darunter. Und der größte Vorteil es schmeckt nach was.

Käse ist hier extrem günstig. Selbst ausländischer Käse von Holland bis Italien, unschlagbar. Zur Zeit in unserem Supermarkt z. B. Maasdamer 4,75 EUR das Kilo oder Hartkäse Rigatello zu 7,68 EUR.

Fleisch beim Metzger dürfte bei etwa der Hälfte des Preises wie in Deutschland liegen. Je nach Stück auch noch günstiger.

Was ich hier für ein ganzes Brot bezahle, bezahle ich in München für eine Breze. Wobei es allerdings so ist, dass, obwohl die Griechen große Brotesser sind, es stark an Auswahl mangelt und geschmacklich alles kein Highlight ist.

Über andere Lebensmittel von Mehl bis Nudeln, von Reis bis Hülsenfrüchten kann ich nichts sagen, da es mir schlichtweg egal ist, ob das irgendwo 10 oder 20 Cent mehr oder weniger kostet.

Dinge des nicht täglichen Bedarfs:

Medikamente - einige Spezialmedikamente mögen die Ausnahme bilden - sind zum Teil bis zu 70 % günstiger.

Baumarktartikel teilweise so günstig, dass ich schon gar nicht mehr nach dem Preis frage. Brauche ich mal 5 Schrauben lose aus der Schachtel, werde ich an der Kasse weitergeschickt. In D muss ich 10 Stück in der schmucken Plastikbox zu 3,75 EUR kaufen.

Dienstleistungen:

Von hiesigen "Stundenlöhnen" für Handwerker träume ich in Deutschland. Kein Handwerker - und hat er 50 km Anfahrt - berechnet diese. Von Kosten für Werkstattwagen (sprich dem Kleintransporter mit Werkzeug drin) und Baustelleneinrichtung (der Installateur schleppt sein Werkzeug an) bleiben wir hier ebenfalls verschont.
Dass einem z. B. eine Stehlampe, die nicht ins Auto passt, kostenlos über 20 km geliefert wird, das nur mal so nebenher.

Was ist teurer?

Milchprodukte (außer Käse). Getränke aller Art, von Softdrinks bis zum Bier.

Frischer Fisch ist nicht gerade günstig. Das ist aber nicht nur in Griechenland so. Und je größer der Fisch desto höher der Kilopreis. Farmfisch oder gefrorener Fisch ist aber günstig erhältlich.

Habe mir sagen lassen Kosmetika, Duschgels, Shampoo, Sonnencreme udgl. sollen hier teurer sein. Fällt m. E. aber nicht ins Gewicht, da dieses nicht zum täglichen Bedarf zählt. Alle paar Wochen dafür mal ein paar Euro mehr hinzulegen, dürfte kein Budget sprengen.

Sprit und KFZ-Steuer sind wesentlich höher.

Der Damenfriseur langt hier genau so hin wie in Deutschland. Darüber habe ich aber von der holden Weiblichkeit noch nie eine Beschwerde gehört. ;-)

Mein Fazit:

Will man hier als Ausländer günstig leben, ist es durchaus praktikabel. Deutsche Einkommensverhältnisse vorausgesetzt!

An die ausgewanderten Jammerer:
Wann wart ihr zum letzten Mal in Deutschland, um Vergleiche anstellen zu können?
Wenn es hier nicht reicht, reicht es in Deutschland schon gar nicht mehr.

An die Touristen:
Glaubt nicht alles, was euch erzählt wird. Jammern gehört zum Geschäft.

Freitag, 8. Juli 2016

Wasserversorgung

water-429512_640Durch den trockenen Winter gibt es derzeit in verschiedenen Gebieten Probleme mit der Wasserversorgung. Es heißt, dass der Grundwasserspiegel um 40% zurück gegangen sei. Lt. Medienberichten liegt die Hauptsorge in den touristischen Gebieten wie Kalithea, Faliraki, Kolymbia usw.

Wie das Problem angegangen wird, da platzt mir allerdings der Kragen. Da wird z. B. im Bereich Kalithea den Bürgern für eine bestimmte Zeit unter Strafandrohung untersagt ihre Gärten oder landwirtschaftlichen Flächen zu bewässern. Von den Millionen von Kubikmetern an Wasser die für irrsinnige Poollandschaften, Waterparks udgl. direkt neben dem Meer verschwendet werden, redet niemand. Auch redet keiner davon, dass die Strandduschen fast durchgängig laufen, weil es für Jung und Alt ja so schön ist darunter zu planschen.

Den Tourismus pflegen recht und schön, aber der einheimischen Bevölkerung den "Hahn abzudrehen", damit der Urlauber bespaßt werden kann, das geht für mich zu weit.

Überraschend kam das Problem nicht. Der trockene Winter dürfte auch dem Wasserversorger (ΔΕΥΑΡ) aufgefallen sein. Jetzt, da das Kind in den (trockenen) Brunnen gefallen ist, zu beginnen neue Brunnen zu schlagen oder die Leitung vom Gadouras-Damm nach Rhodos Stadt anzuzapfen, zeugt nicht gerade von Weitsicht.

Mittwoch, 27. April 2016

Afandou Strand

golf_01Seit Monaten, Jahren steht der Verkauf vom Afandou Strand an den amerikanischen und einen anderen Investor still. Die Nachrichten widersprachen sich oft, warum dem so sei.

Jetzt sind die Zeitungen wieder voll des Themas. Der Tsipras-Regierung – sprich dem Kulturministerium – ist jetzt ein anderer Grund eingefallen, den Deal zu verhindern. Zwischen Ladiko und Traonou befindet sich eine archäologische Stätte. Ins Blaue hinein wird jetzt vermutet, dass am ganzen Afandou Strand noch irgendwelches altes Zeug herum liegen muss und hat das ganze Areal mal vorsorglich zum archäologisch geschütztem Gebiet erklärt. Was heißt, nicht bebaubar.

Ein munterer Streit zwischen Politikern ist entbrannt. Es heißt u. a., Griechenland macht sich für Investoren zum Gespött. Mal sehen, wie das weiter geht. Vertrauensbildend ist das auf jeden Fall nicht. 
Aber was soll’s, Griechenland geht es ja so gut, dass man Investitionen von mehr als 300 Mio. Euro, Schaffung von Arbeitsplätzen und Verbesserung der Infrastruktur ruhig sausen lassen kann.