Mittwoch, 7. Dezember 2016

Streik der Seeleute

poller_01Seit Freitag den 2. Dez. streiken die Seeleute.

Sie fürchten um ihre Pfründe. Wurde ihr Einkommen vor der Krise mit 1 - 3 % (in Worten, ein bis 3 Prozent) besteuert, so stieg der Steuersatz im Laufe der Krise auf sagenhafte 15 %. Jetzt suggeriert ihnen ihre Gewerkschaft, die Regierung hätte vor, den Steuersatz auf 55 % zu erhöhen, was die Politiker allerdings dementieren.

Nichtsdestotrotz wird mal munter der Streik bis zum 9. Dez. verlängert. Mit der Option ihn dann weiter zu verlängern.

Dass zigtausende Menschen irgendwo festsitzen, egal. Dass auf kleineren Inseln die Versorgung eng werden könnte, auch egal.

Selbstverständlich will ich keinem das Streikrecht absprechen, wenn es aber an die Infrastruktur geht sind zusammenhängende, lang anhaltende Streiks doch etwas kritisch zu sehen. Siehe auch Piloten- oder Lokführerstreiks in Deutschland. Hier ist mehr der Bürger der Leidtragende nicht die Firma, die Organisation oder die Regierung.

Z. B hat man es hier schon geschafft den Leuten stundenweise den Strom abzustellen. Grund: Die Angestellten des Stromversorgers streikten. Oder es kam der Verkehr großteils zum erliegen, weil die LKW-Fahrer streikten und somit auch die Tankstellen nicht mehr beliefert wurden. Wem nützt so etwas? Außer die Bevölkerung zu verärgern.
Und hier geht es oft nicht darum, höhere Löhne oder bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen, sondern darum die Pfründe geschlossener Berufsgruppen zu erhalten oder gegen Privatisierungen zu protestieren, die in anderen Ländern längst selbstverständlich sind.

Auswirkungen auf Rhodos?
Der Weihnachtsmarkt konnte noch nicht eröffnet werden, weil man u. a. auf die Eislaufbahn wartet.
Lidl auf der Rodou-Lindou wollte nach wochenlangem Umbau am 7. Dez. neu eröffnen. Jetzt vorerst mal eine Woche verschoben.
Persönlich warten wir auf eine Lieferung vom Festland, die diese Woche hätte kommen sollen. Die Firma schrieb gerade eine Email, dass sich das wegen des Streiks bis voraussichtlich nächste Woche verschieben wird.
Muss heute zum Einkaufen. Werde mal schauen inwieweit sich die Regale schon geleert haben.

Dies sind nur ein paar kleine Beispiele und sicher alles (noch) kein Beinbruch. Ärgerlich allemal.

Freitag, 2. Dezember 2016

2 zapfige Tage

Der Nordwind - oder sagen wir besser Sturm - hat uns heimgesucht. Letzte Nacht 7°C mit Sturm, der einen nicht so richtig schlafen ließ. Heute tagsüber dann nicht mehr als 12°C bei Sonnenschein. Der Sturm hat nachmittags dann aufgehört.

rauch_01Die Luftverpestung geht auch wieder los. Ich weiß nicht, was sie in ihren Kaminen verbrennen. Gummistiefel?
Und das ist nur ein Kamin von vielen.

Mittwoch, 30. November 2016

KFZ-Steuer

Der Link zur KFZ-Steuer für 2017 ist online.

https://www1.gsis.gr/webtax2/telhkykl/year2012/telhkykl/index.jsp

Viel Spaß.

Aber es soll noch dicker kommen. Die Banken machten den Vorschlag für Barabhebungen eine Steuer zu verlangen.

Letzter Tag im November

Eigentlich wollte ich heute morgen über den Regen der letzten beiden Tage schreiben, aber ein Stromausfall von 8 - 13:30 Uhr kam dazwischen. War wegen Wartungsarbeiten jetzt der zweite innerhalb gut 2 Wochen. Der erste war noch etwas länger.
Kurz zum Regen. Er hat der Natur sehr gut getan. War mehr als nur 3 Tropfen.

Ohne Strom? Keine Heizung, kein gar nichts, stille im Haus.
Wir sind dann nach dem Kaffeekochen auf dem Campingkocher und etwas Frühstück losgefahren, um uns im Auto etwas aufzuwärmen und dann zu einem Freund am Strand gefahren, wo wir in der Sonne sitzen konnten.

Dabei sind ein paar Fotos entstanden. Afandou-Strand und Faliraki von oben.

 

 

 

 

 

 

Samstag, 26. November 2016

Griechischer Möbeltransport

Eine verschlissene "Rolf Benz" Couch wurde verschenkt.

So gestaltete sich der Transport.

couch_02

Das Autokennzeichen musste ich nicht unkenntlich machen. Es gab keines.

couch_01

Freitag, 25. November 2016

2 Tage Athen

Oder sagen wir mal knapp 2 Tage. Das hat auch gereicht, um mich nach Rhodos zurück zu sehnen.

Aber von vorne.

Auf dem Weg vom Flughafen nach Athen muss man sagen "Respekt", die Autobahnen perfekt und in sehr gutem Zustand. Nähert man sich Athen, beginnt der Wahnsinn. Auf den teilweise 10-spurigen Einfallstraßen kutschiert man von einem Stau in den anderen. Bis wir im Zentrum, wo unser Hotel lag, ankamen, verging eine gute Stunde.

Das Hotel "Olympic Royal" in perfekter Lage mit Blick auf die Akropolis, der Zeus Tempel gegenüber.

Ausblick von der Hotelbar am Abend.

 

Dachterrasse vor der Bar.


Lässt man den Blick nach unten schweifen, kehrt Ernüchterung ein. Zweckbauten und das allgegenwärtige Verkehrschaos mit den, das Straßenbild dominierenden, gelben Taxis.

 

Was bietet sich beim Kurzbesuch einer Stadt an? Eine Stadtrundfahrt mit dem Bus. Dauer, wenn man durch fährt, so eineinhalb Stunden. Man kann aber bei jeder Sehenswürdigkeit aussteigen und mit dem nächsten Bus weiter fahren.  Unser Abfahrtspunkt war nur ein paar Minuten vom Hotel entfernt.

Bei der Rundfahrt kommt man u. a. vorbei am Syntagma Platz mit dem Parlament, der Universität, der National Bibliothek, Omonia Platz, Monastiraki ...

Die Fotos wurden fast alle während der Fahrt vom offenen Oberdeck des Sightseeing-Busses gemacht. Deshalb ist die Qualität oft nicht die Beste.

 

 

 

 

 

 

 

Damit hätten wir die schönen Ausblicke der Rundfahrt bereits abgehakt.

Der Rest war - zumindest für mich - eher deprimierend. Die Bausubstanz der ganzen Innenstadt, die ich zum großen Teil um die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts ansiedle, verkommen, zum großen Teil leerstehend. Manche Straßen so eng, dass ich mich wunderte, wie der Bus da durch kam. Trotzdem mit fünf bis achtstöckigen Häusern bebaut. Lichteinfall zu den Straßen sehr gering.
Die Geschäfte in den Häusern unter Arkaden. Also noch dunkler. Kein Haus ohne Graffiti-Schmierereien. 

Wenn mir jemand eine Rente von 10.000 EUR + x bieten würde, aber zur Auflage machte dort zu wohnen, würde ich nach 5 Tagen aus dem achten Stock springen.

 

 

 

 

 

Die Straße der Trödler, Nepper, Schlepper, Bauernfänger.

 

 

Autos, Taxis, Elektrobusse, Chaos (... ist ein griechisches Wort)

 

 

Der Omonia Platz. Die Stimme im Ohr sagte mir der berühmte Platz zum Einkaufen mit edlen Geschäften. Da muss ich wohl zur falschen Seite raus geschaut haben.


Ein weiterer berühmter Platz. Der Monastiraki Platz. Auch hier hielt sich meine Begeisterung aufgrund des Umfeldes in Grenzen.

 

Im Hintergrund die Akropolis.

 

 

Bevor unser Flug zurück nach Rhodos ging, verbrachten wir noch einige Zeit im Vorort Chalandri. Dort war das Umfeld schon wesentlich freundlicher. Schmucke Geschäfte, kleinere ansehnliche Mehrfamilienhäuser. Dort ließe sich eher wohnen. Voraussetzung man muss nicht täglich in die Innenstadt, da wir bis Chalandri am Nachmittag 1 Stunde im Stau standen.
Natürlich kann man eine Stadt mit ca. 4 Millionen Einwohnern nicht in der kurzen Zeit beurteilen. Weitere Recherche erspare ich mir aber trotzdem.
Ich war froh wieder auf Rhodos zu sein. U. a., weil es 5°C wärmer war.

Schön war es trotzdem. Gegessen haben wir überall ordentlich bis sehr gut. Das Hotel war sehr gut. Die Aussicht von dort sensationell. Spaß hatten wir auch.
Außerdem war der Aufenthalt eh nicht als Sightseeing-Tour geplant.

Sonntag, 13. November 2016

Doch nicht so

Zu vergangenen Beiträgen

  • Unsere junge Katze ist kurz nach dem Blog-Eintrag von einem auf den anderen Tag verschwunden. Die Katzenmutter und meine Frau suchten sie tagelang.
  • Der Kindergarten zeigt noch nicht einmal Anzeichen der Eröffnung.
  • Die Zufahrtsstraße nach Afandou wird so bleiben. Keine Bautätigkeit.
  • Hochwasserschutz? Eher nicht. Müsste man ja irgendwo was mitbekommen. 
  • Geregnet hat es immer noch nicht nennenswert. Und für die nächsten 2 Wochen ist kein Niederschlag in Aussicht.
    In vielen Gegenden lohnt sich dieses Jahr die Olivenernte nicht. Die Bauern in Süd-Rhodos beklagen sich, dass die Hirsche ihnen die Felder mit Neuanpflanzungen leer fressen.

Montag, 31. Oktober 2016

Kurzer Wetterumschwung

1_regen_01Über dem zentralen Mittelmeer bildete sich ein sogenannter "Medicane". Das ist eine Art Hurrikan, wie man sie stärker aus anderen Teilen der Welt kennt. Der "Medicane" “Trixie” soll heute Kreta treffen. Lt. Vorhersagen mit Windgeschwindigkeiten bis 150 km/h mit starkem Regen gepaart.
Bis er nach Rhodos kommt, soll er sich allerdings langsam auflösen.

Bisher:
Durchgehend bewölkt seit ca. 12:30 Uhr. Leichter Regen. War ich gegen 13 Uhr bei 22°C noch halb sommerlich gekleidet beim Einkaufen, saß ich 2 Stunden später bei 14°C mit Fliesjacke im Wintergarten.

Der Regen, der bisher fiel, dürfte aber noch nicht mal 2 cm in den Boden eingedrungen sein. Aber was nicht ist kann noch werden.

Morgen ist der ganze Spuk wieder vorbei.