In den Schubladen gekramt
So ganz scheint man sich lt. Presseberichten im Stadtrat über die Bewerbung noch nicht einig zu sein. Es gibt durchaus ablehnende Stimmen.
Bei meinem letzten Beitrag über das Thema habe ich mich eher positiv geäußert und bewusst vermieden Kritik zu üben. Obgleich, als ich zum ersten Mal über das Vorhaben las, ich mir ein gewisses Grinsen nicht verkneifen konnte. Ich dachte mir, hoffentlich schaut dann keiner hinter die Kulissen dieser Kulturhauptstadt.
Gott sei Dank haben solche Gedankengänge auch Rodier und nicht nur ich als Xenos.
Hier ein Auszug aus einer Leserzuschrift zum Thema:
Wieder sehr holprig, automatisch übersetzt, aber der Tenor kommt durch.
Zitat:
“… Sobald die Peinlichkeit erspart in ganz Europa … Die Kulturhauptstadt, ist vielen in Ebenen über uns, sowohl kulturell und sozial und wirtschaftlich. Hier sind wir, immer noch über Bürgersteige, Straßen, Häfen und Flughäfen, wenn die anderen im Ausland haben vor 50 Jahren gelöst reden. Für diese wäre es, bevor wir bekannt geben, wie lächerlich Vorschläge, Blick auf den Schlamassel, und lassen Sie die Frou-Frou und aromata. Kulturhauptstädte ist für zivilisierte Städte, und nicht für die unterentwickelten Siedlungen.”
Rhodos will sich für 2021 als Kulturhauptstadt Europas bewerben.
Kultur gibt es sicher genug. Es könnten Arbeitsplätze geschaffen werden und einiges Marode auf Vordermann gebracht werden.
Wollen wir nur hoffen, dass das Land bis dahin die Talsohle der Krise überwunden hat und sich das Vorhaben leisten kann.
Wie jedes Jahr haben wir den Feierlichkeiten wieder am kleinen Hafen in Faliraki beigewohnt. Trotz trübem Sonnenschein und 17 Grad Lufttemperatur, das Wasser war sicher nicht wärmer, hätte ich nicht ins Wasser springen mögen. Die Dorfjugend schreckte es aber nicht ab. Dieses Jahr brauchte sie nicht lange im Wasser ausharren, das Kreuz wurde innerhalb kürzester Zeit gefunden.
Was lese ich gerade?
Das kann heiter werden. Müssen heute unbedingt zum Einkaufen.
… ich liebe dich zur Zeit nicht, du machst mir Angst und ich bin ganz froh, bald mal wieder für ein paar Wochen in die zivilisierte Welt zurückzukehren.
Ti na kanoume.
Trotz feiern und Tralala noch mal etwas, was keiner hören und wahrhaben will.
Es kann nicht oft genug betont werden, dass in punkto Sicherheit die Insel bei weitem nicht mehr das ist, was sie vor 20 Jahren oder mehr einmal war. Dass man jeden Tag von Verbrechen jeglicher Art in der Presse lesen kann, ist mittlerweile schon so normal wie in Deutschland.
Ein paar “Kleinigkeiten” in unmittelbarer Umgebung und zeitlich nah will ich an dieser Stelle mal erwähnen.
Man erzählte uns, dass einem Bekannten ein junger Esel gestohlen wurde. Man glaubt es nicht. Es nicht so, dass dessen Esel irgendwo in der Walachei stehen, nein er hält sie rein zum Spaß ganz in der Nähe der Kreuzung (Rodou-Lindou, Kalithies, Strand) in Faliraki. Einige werden wissen wo das ist und vielleicht die netten Eselchen kennen.
Einem anderen Freund (Tavernenwirt) kamen in der letzten Zeit fünf von seinen Katzen abhanden. Vier kleine und die Mutter, die er schon ein paar Jahre hatte. Auch Nachbarn fragten ihn, ob er Katzen von ihnen gesehen hätte, denn sie vermissen ebenso welche. Jetzt sage mir keiner, da gehen wieder die Katzenvergifter um. Warum sollte jemand Katzen, die zu einem Haus gehören und sich dort aufhalten, vergiften. Der Verdacht, wer Tiere stiehlt, liegt nahe.
Dann wurde noch vor ein paar Tagen in Afandou ins Rathaus eingebrochen. Dort befindet sich mittlerweile auch das Büro der Wasserwerke. In dem Büro wurden 500 EUR erbeutet.
Beliebig fortsetzbar …
Das Foto ist leider kein Stock-Foto, es zeigt die eingeschlagene Fensterscheibe, als bei uns vor ein paar Jahren im alten Haus eingebrochen wurde.
Da können sie hier auf die Troika schimpfen wie sie wollen, den größten Schwachsinn fabriziert die griechische Regierung selbst. Ein paar Beiträge zuvor verlinkte ich einen Artikel, dass Dank drastischer Steuererhöhungen es sich viele Griechen nicht mehr leisten können mit Öl oder Strom zu heizen und statt dessen alles Mögliche in Öfen und offenen Kaminen verbrennen. Die Folge eine dramatische Luftverschmutzung in den Ballungsgebieten. Und nicht nur dort, selbst hier stinkt es bei Zeiten gewaltig zum Himmel.
Und dann gibt so ein … von Finanzminister nach Forderung zu Steuersenkungen folgendes von sich:
Zitat:
"Eine Senkung der Heizölsteuer würde im Extremfall ja auch denjenigen Griechen helfen, die ihre Schwimmbecken beheizen wollen"Quelle: www.spiegel.de
Dass durch die Steuererhöhungen von Brennstoffen und der KFZ-Steuer (rund eine Million Fahrzeuge wurden mittlerweile abgemeldet) die Steuereinnahmen hieraus gesunken statt gestiegen sind, wird schlicht ignoriert.
Langsam gehen mir die Unwetter auf die Nerven. Innerhalb 4 Wochen 2 Regenkatastrophen, tagelang ungewöhnlich kalt und jetzt 4 Tage Sturm am Stück. Letzte Nacht raubte mir von 2 bis 6 Uhr dieser Sturm mit sicher 10 Bft. den Schlaf. Es heulte ums Haus, irgendwas auf dem Dach schepperte als würde man andauernd mit dem Hammer drauf hauen, manchmal Schläge als ob ein 10 kg-Hammer an die Wand donnert, der Kaminvogel vom Nachbarn quietschte bei jeder Bewegung, dass man es durch die geschlossenen Fenster hörte. Zu dem Krach kam dann am Morgen noch Blitz und Donner dazu. Hinzu kommt, man denkt dauernd, was geht jetzt kaputt.
Wenn es das Wetter mal zulässt, es ist rundum nur schwarz und es blitzt und donnert, muss ich mal kontrollieren, was das am Dach ist. Außer der Sat-Schüssel, und die hat gehalten, ist dort eigentlich nichts oben.
Davon gibt es leider keine Fotos. Wenn ich bei griechischen Freunden eingeladen bin, fotografiere ich nicht dauernd herum. Aber es war wie die Tage zuvor köstlich und zu viel. U. a. verschiedene Salate, Lachs, selbstgemachte Leberpastete, Pastitsio … Und wir brachten noch Reste vom Vortag mit.
Es gibt nur ein Video von unserem Ausblick beim Essen.