Sonntag, 18. November 2018

Blackout II

kerzeBeim ersten ausgiebigem Regen bin ich immer auf einen Stromausfall eingestellt. Gestern um 14:15 Uhr war es dann soweit. Licht aus.

Meist ist ein Blitzeinschlag oder ein Kurzschluss bei verdreckten Isolatoren schuld. Sicherungen fliegen und nach ein paar Minuten ist der Strom wieder da. Dass nach gut einer halben Stunde immer noch kein Strom da war, machte mich stutzig. Das Handy klingelte, die Nachbarin dran, sie hatte bei der DEI angerufen. Wieder Blackout auf der ganzen Insel. Es könne bis 17, 18 Uhr dauern, bis wieder mit Elektrizität zu rechnen sei. Ganz toll, um 17 Uhr geht die Sonne unter. Bei geschlossener Wolkendecke wird es noch früher dunkel.

Über das Handynetz hielt ich mich bei die “Rodiaki” auf dem Laufenden. Dort hieß es um 15:50 Uhr, die Generatoren wurden wieder angeworfen und innerhalb einer halben Stunde gäbe es wieder Strom auf der Insel. Es dauerte dann doch bis kurz vor 18 Uhr.
Im Haus hielten die Akkus der 3 Notlampen bis auf einen durch. Der Rest des Hauses wurde mit Kerzen illuminiert.

Da stellt sich mir die Frage, was ist hier los. Im Sommer, wenn die Generatoren an der Grenzlast arbeiten, läuft alles durch, jetzt, wo nur ein Bruchteil des Stroms verbraucht wird, haben wir innerhalb gut einer Woche zwei inselweite Blackouts.
Im Artikel einer Lokalzeitung las ich, dass es im Kraftwerk Soroni an den nötigen Möglichkeiten zur Blindleistungskompensation mangelt. Darf das wahr sein? Eigentlich nicht. Oder liegt es  am Personal, das mit der Steuerung der Kraftwerke – mal freundlich gesagt – überfordert ist. Gebt denen bloß kein Atomkraftwerk in die Hand.

Gruß aus Uganda.